hukendu.at/Ratgeber  - Der Wegweiser im Dienstleistungsdschungel

Barrierefrei planen mit der Hilfe vom Profi

Im Laufe der Zeit ändern sich die Wohnbedürfnisse eines jeden Menschen. Wer früh genug voraus plant ist jedoch später einmal klar im Vorteil.

Ein selbstständiges Leben im eigenen Zuhause

Zugänglichkeit und gute Benutzbarkeit aller Lebensräume in den eigenen vier Wänden werden in den späteren Lebensjahren immer wichtiger. Diese Kriterien können den Ausschlag geben, inwiefern man im Alter oder bei einer Mobilitätseinschränkung noch fähig ist, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben im Eigenheim zu führen. Deshalb sollte so geplant werden, dass sich das eigene Zuhause schnell und einfach an spätere Bedürfnisse anpassen lässt.

Die wichtigsten Punkte für barrierefreies Wohnen

Wichtig ist es, von Anfang an zu bedenken, dass es später einmal zu veränderten Lebensumständen kommen kann. Dann ist es von Vorteil, wenn Adaptierungen in möglichst kurzer Bauzeit und mit geringen Kosten durchgeführt werden können. Die folgenden zehn Tipps können später einmal jede Menge Kosten und Zeit sparen:

  1. Ein grundsätzlich schwellenfreier Zugang schafft Stolpergefahren von Anfang an aus dem Weg.
  2. Ein ausreichender Bewegungsraum in wichtigen Wohnbereichen sowie die Durchgangsbreiten der Türen, die 80 oder 90 cm betragen sollten, erleichtern den Alltag.
  3. Die richtige Gestaltung der Sanitärräume sorgt dafür, dass selbstständiges Agieren im Badezimmer lange möglich ist.
  4. Haus und Wohnung sollten so eben wie möglich sein, denn jede noch so kleine Schwelle kann zum Hindernis werden.
  5. Es sollte auf die richtige Höhe von Lichtschaltern, Griffen usw. geachtet werden, damit man sie in jedem Alter und aus jeder Lage erreichen kann. Die Bedienelemente sollten außerdem gut tastbar sein. Sensortasten sollten vermieden werden.
  6. Sicherungskasten, Klingelpaneel und Postkästen sollten in einer gut erreichbaren Höhe angebracht werden.
  7. Die WC-Montagehöhe sollte 46 bis 48 cm betragen oder individuell angepasst werden.
  8. Ein flaches Waschbecken hat den großen Vorteil, dass man sich auch im Sitzen waschen kann. Ist es bis zu einer Höhe von 70 cm unterfahrbar, eignet es sich außerdem auch für Menschen im Rollstuhl.
  9. Rutschhemmende Bodenbeläge, keine losen Teppiche und eventuell kleinteilige Fliesen beim Duschplatz sorgen für eine bessere Bewegungsfreiheit und mehr Sicherheit.
  10. Eine kontrastreiche Farbgestaltung und gute Ausleuchtung erleichtern den Alltag in späteren Jahren um einiges.

Es gilt: Wer ein flexibles Raumkonzept plant, kann spätere Adaptierungen leichter durchführen.