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Auf den Spuren der Shaolin – Chinesische Kampfkunst

Im Unterschied zu den japanischen Kampfsportarten wurden die chinesischen Kampfkünste nicht von Kriegern, sondern von Mönchen entwickelt. Auch dienten sie nicht vorrangig der Selbstverteidigung sondern der Fitness und der Meditation. Die Ursprungsorte der chinesischen Kampfkünste waren entweder buddhistische oder daoistische Klöster. Und dieser spirituelle Unterschied zeigt sich auch in der Ausübung der Kampfkunst.

Kung Fu – Kämpfende buddhistische Mönche

Die zweifellos berühmteste Richtung des Shaolin Kampfkunst ist Wing Shun, die ‚Ode an den Frühling‘, hierzulande als Kung Fu bekannt. Die drei Leitsätze des Kung Fu entsprechen buddhistischem Gedankengut: Nimm an, was kommt. Folge dem, was geht. Stoße vor, wenn der Weg frei ist.

Eine Besonderheit des Kung Fu ist der sogenannte Kettenfauststoß, eine sehr schnelle Schlagfolge. Ein geübter Wing Shun-Kämpfer kann mit seinen beiden Fäusten bis zu 8 Schläge pro Sekunde ausführen. Im Kung Fu gibt es nur wenige Grundtritte, doch auch sie spielen eine wesentliche Rolle. Im Allgemeinen liegen die Ziele vergleichsweise tief, wie etwa Kniegelenk oder Oberschenkelansatz. Bereiche oberhalb der Hüfte, wie der Bauch, werden nur bei manchen Techniken zum Ziel.

Tai Chi – Entspannung durch Bewegung

Im Gegensatz zu den äußeren Kampfkünsten, wo es um Muskelkraft und Schnelligkeit geht, geht es beim Tai Chi um Weichheit und Entspannung. Neben der Meditation dient es vor allem dem Erhalten der Gesundheit. Trainiert werden festgelegte Bewegungsabläufe. Diese werden mit hoher Konzentration aber sehr langsam durchgeführt. Ziel ist ein Fließen der Abläufe, ein ununterbrochener Strom an Bewegung. Besonders wichtig sind beim Tai Chi Atemtechniken, die zur Entspannung beitragen sollen.

Qigong – Chinesische Meditationstechniken

Qigong  ist kein Teil der inneren Kampfkünste. Viel mehr sind die inneren Kampfkünste ein Teil von Qigong, das Meditations-, Konzentrations-, Atem- und Körperübungen miteinander vereint. Außerdem nimmt es Anleihen aus der traditionellen chinesischen Medizin. Das lebenslange Praktizieren von Qigong soll sowohl die Lebensenergie als auch die geistige Verfassung stärken und die Lebensdauer verlängern. Weil Qigong aus sehr sanften Bewegungsabläufen besteht wird es häufig von älteren Menschen praktiziert. Trotzdem es durchaus schweißtreibend und konditionsfördernd ist und hilft die Muskeln zu definieren.

Egal ob jung oder alt: Die chinesischen Kampfkünste, halten für jeden das richtige bereit. Egal ob man Stärke, Konzentration oder Entspannung trainieren will oder an körperlicher Fitness und geistiger Ausgeglichenheit interessiert ist: Die chinesische Kampfkünste warten mit gleich zwei spirituellen Ansatzpunkten auf, die den Geist befreien und die Muskeln stählen.