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Schröpfen – eine traditionelle Heilmethode

Schröpfen ist ein traditionelles Naturheilverfahren, bei dem Schröpfköpfe verwendet werden. Es hilft gegen verschiedene Erkrankungen, unterstützt die Wirkung von Medikamenten und steigert das Wohlbefinden.

Was passiert beim Schröpfen

Beim Schröpfen wird mit sogenannten Schröpfgläsern ein Unterdruck erzeugt. Damit sollen verschiedene Schadstoffe über die Haut abgeleitet werden. Schröpfen ist eine Hautreizmethode, die vor allem bei inneren Erkrankungen eingesetzt wird.

Das Schröpfen soll die Selbstheilungsprozesse des Organismus ankurbeln und stärken. Außerdem kann Schröpfen die Wirkung von Medikamenten unterstützen. Vor allem wenn die Methode richtig angewendet wird, kann innerhalb von Stunden eine positive Reaktion auftreten.

Die Methode

Die Schröpfzonen befinden sich alle am Rücken. Darauf werden die Saugglocken aus Glas angesetzt, wodurch ein Unterdruck entsteht. Um einen Unterdruck zu erreichen wird die Luft im Schröpfglas kurz erhitzt und dieses danach sofort auf die Haut aufgebracht. So wird ein bestimmter Reiz im Organismus erzeugt, der eine Blockade löst und zu einem Ausleitungsverfahren führt. Der erzeugte Unterdruck regt den Blutfluss und die Lymphflüssigkeit an. Die lokale Durchblutung der Haut- und Muskelschicht wird so gefördert.

Wann hilft Schröpfen

  • Erkältung, Grippe und Asthma
  • Verdauungsproblemen
  • Rheumatischen Erkrankungen
  • Entzündung der Harnwege
  • Zyklusstörungen
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Kreislaufstörungen und Herz- bzw. Kreislauferkrankungen
  • Cellulitis

Wird Schröpfen richtig angewendet, gibt es keine Nebenwirkungen. Daher sollte man sich nur von einem Arzt, einem ausgebildeten Therapeut oder einem Heilpraktiker behandeln lassen. Ernsthafte Erkrankungen sollte zuvor ausgeschlossen werden.

Bei Thrombose, Hautkrebs, Fieber, Blutungsneigung oder wenn man Medikamente zur Blutverdünnung nimmt sowie bei offenen Wunden und Verbrennungen sollte man sich nicht Schröpfen lassen.

Welche Arten gibt es

Trockenes Schröpfen

Das trockene Schröpfen wird vor allem zur Kräftigung einer Stoffwechselfunktion und zu Krampflösung angewendet.

Blutiges Schröpfen

Beim blutigen oder nassen Schröpfen werden an schmerzhaften Stellen des Rückens kleine Mengen gestautes Blut entzogen und so Schadstoffe ausgeleitet. Das soll chronische und therapieresistente Rückenschmerzen beheben.

Die Schröpfmassage

Bei der Massage wird über die eingeölte Haut der Schröpfkopf gezogen, bis sie sich rötet. So soll die Durchblutung der Haut angeregt werden.