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Waxing, Sugaring & Co – Fragen und Antworten von der Expertin

hukendu ist neugierig und will mehr über Dienstleistungen wissen. Diesmal verrät uns die Dermatologin Dr. Jessika Weingast mehr über unterschiedliche Methoden der Haarentfernung. Wie steht die Hautspezialistin zu Waxing, Sugaring & Co.?

h: Sind Waxing, Sugaring & Co. gefährlich?

Dr. W.: „Prinzipiell ist aus dermatologischer Sicht nichts gegen die Haarepilation einzuwenden. Wichtig ist, das hierbei hygienisch gearbeitet wird und die PatientInnen vor den verschiedenen Behandlungsmethoden ausreichend über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Die Art der Haarentfernung sollte sich zudem nach der Art und Ausdehnung des Haarwuchses, den persönlichen Vorstellungen aber auch nach den finanziellen Möglichkeiten der PatientInnen richten.“

h: Was passiert beim Waxing eigentlich? Worauf sollte man dabei achten?

Dr. W.: „Beim Waxing und Sugaring werden die Haare am Haarschaft ruckartig ausgerissen. Neben der vorausgehenden Desinfektion des zu behandelnden Areals, sollte hierbei unbedingt auf die richtige Temperatur der applizierten Wachse und Pasten geachtet werden. Es kommt sonst unweigerlich zu Verbrennungen, welche in weiterer Folge ärztlich versorgt werden müssen. Zudem handelt es sich hierbei um nicht ganz schmerzlose Enthaarungsmethoden, die mitunter zu Hautirritationen, einwachsenden Haaren und Haarwurzelentzündungen führen können. Die Behandlungen müssen in der Regel alle 2-6 Wochen wiederholt werden.“

h: Wie funktioniert die Haarentfernung mit Laser?

Dr. W.: „Die Laserepilation führt zu einer selektiven Schädigung des pigmentierten Haarfollikels, während die umgebende Haut unbeschädigt bleibt. Die Effektivität  der  Haarreduktion korreliert stark mit der Haarfarbe. Am besten eignen sich hierfür dicke, dunkle Haare auf heller Haut. Blondes, rotes oder gar weißes Haar ist auf Grund des zu geringen Pigmentgehaltes für die Laserepilation ungeeignet. Auch dunkle oder gebräunte Haut sollte nicht behandelt werden, da mit zunehmendem Pigmentgehalt auch das Risiko für Verbrennungen steigt. Pro Sitzung kann mit einer Haarreduktion um ca. 20% gerechnet werden, sodass mehrere Sitzungen (ca. 5-7) für ein zufriedenstellendes Ergebnis notwendig sind. Häufig sind die nachwachsenden Haare jedoch bereits dünner und heller, was ebenfall zum kosmetischen Ergebnis beiträgt.“

h: Kann man alle Körperstellen lasern lassen? Gibt’s Nebenwirkungen?

Dr. W.: „Die Laserepilation ist für praktisch alle Regionen geeignet und wird von PatientInnen oftmals als weniger schmerzhaft eingestuft als Waxing oder Sugaring. An Nebenwirkungen finden sich im behandelten Areal oft reversible Rötungen und Schwellungen, mitunter kann es aber auch zu bleibenden Hyper- und Hypopigmentierugen sowie zur Narbenbildung kommen. Die Laserepilation sollte in jedem Fall nur nach ausreichender Aufklärung, durch erfahrene Ärzte durchgeführt werden, nicht zuletzt auch um krankhafte Zustände mit übermäßigem Haarwachstum rechtzeitig zu erkennnen bzw. auszuschließen.“

Dr. Jessika Weingast ist Assistenzärztin der Univ.-Klinik für Dermatologie (AKH) in der Abteilung für Allgemeine Dermatologie.