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Tipps und Tricks fürs richtige Tapezieren

Tapezieren kann sich als durchaus knifflige Arbeit herausstellen. Mit einigen Tipps und Tricks oder der Hilfe vom Profi ist die Angelegenheit trotzdem schnell und sauber erledigt.

Die Vorbereitungen

Eine Tapete braucht einen Untergrund, der trocken, glatt, sauber und saugfähig ist, sodass sich die Tapete später nicht verzieht oder ablöst. Bevor man mit der Arbeit beginnt, sollten große Gegenstände im Raum abgedeckt bzw. zur Seite gerückt und montierte Hängekästen und Bilder abgenommen werden. Befindet sich eine alte Tapete an den Wänden, sollte man diese vorher restlos entfernen. Hat man eine saubere Oberfläche geschaffen, kann man mit dem Tapezieren beginnen.

Die Problemzonen beim Tapezieren

Beim Tapezieren gibt es einige Zonen, die besonders knifflig handzuhaben sind. Beachtet man die folgenden Tipps, sind aber selbst diese Problembereiche im Nu tapeziert.

  • Türen: An Türen wird von einer Seite herantapeziert. Die letzte Bahn vor dem Türrahmen wird auf die richtige Breite zurechtgeschnitten, dabei sollte etwas Überstand bleiben. Dieser wird dann beim Tapezieren der Bahn an den Rahmen angedrückt, mit einem Scherenrücken markiert, wieder abgezogen und exakt an der Falz abgeschnitten. Türen sollten niemals als Anfangspunkt des Tapezierens gewählt werden.
  • Lichtschalter und Steckdosen: Bevor man mit der Arbeit beginnt, muss der Strom abgeschaltet werden. Danach werden die Blenden von den Lichtschaltern und Steckdosen entfernt. Nun kann einfach darüber tapeziert werden, es sollte jedoch ein Abdruck in der Tapete erkennbar sein. Wenn der Kleister trocken ist, werden die Elemente wieder freigeschnitten. Danach wird die Blende wieder angebracht.
  • Heizung: Bevor man mit dem Tapezieren beginnt, muss die Heizung ausgeschaltet und kalt sein. Dann muss genau abgemessen werden, wo Halterungen und Rohre in die Wand führen. An diesen Positionen wird die Tapete vertikal eingeschlitzt. Danach wird in Streifen weitertapeziert. Zum Schluss wird die Tapete mit einem langstieligen Gegenstand hinter dem Heizkörper vorsichtig festgedrückt und senkrecht geradegezogen.
  • Dübel-Löcher: Will man Dübel-Löcher wieder benutzen, sollten diese vor dem Tapezieren markiert werden. Ein Zahnstocher oder ein Streichholz wird so tief in den Dübel gesteckt, dass das Ende noch leicht heraussteht. Beim Tapezieren wird sich der Gegenstand durch die Tapete bohren und so die Stelle des Dübel-Loches anzeigen.
  • Lampenanschlüsse an der Decke: Fest installierte Lampenhaken oder Anschlüsse werden umrandet, indem man an sie herantapeziert und die Tapete dann an der entsprechenden Stelle bis zum Ende aufschlitzt. Wieder wird in Streifen um die Stelle herumtapeziert. Die beiden Streifen werden anschließend ganz normal angebracht. Der Tapetenrand wird zum Schluss sauber abgeschnitten. Bei einzukleisternden Tapeten muss der Zuschnitt vor dem Einweichen passieren.